Fragen zum Thema Stiftung

Was Sie zum Thema Stiftung wissen sollten

Sie haben Fragen zum Thema Stiftung? Wir haben die Antworten für Sie. Alles was Sie wissen müssen in kurzen Fragen und Antworten - kompetent und verständlich.

1. Wer kann stiften?

Jeder kann stiften. Mit einer Stiftung schaffen Menschen aller Altersgruppen eine wertvolle und dauerhafte Investition. Sie bestimmen dabei den Stiftungszweck mit der Auswahl der Stiftung und können die Stiftung lebenslang aktiv begleiten und auf Wunsch engagiert gestalten. Eine Stiftung ist oft auch ein Instrument, das den Nachlass regelt und dafür sorgt, dass ein kleines Stück Ewigkeit geschaffen wird.

2. Was ist eine Zustiftung?

Unter einer Zustiftung versteht man eine freiwillige Zuwendung an eine Stiftung. Zustiftungen erhöhen das Grundstockvermögen einer Stiftung.

3. Wann kann ich stiften?

Hier gibt es zwei Möglichkeiten: Die Zustiftung zu Lebzeiten sowie die Zustiftung von Todes wegen. Zu Lebzeiten kann der Stifter die Erfolge seiner Zustiftung genießen und gestaltend einwirken. Von Todes wegen ist der Nachlass entsprechend geregelt. 

4. Wie wird der Mitteleinsatz kontrolliert?

Die Stiftung Bayerisches Naturerbe steht unter der regelmäßigen Kontrolle der Stiftungsaufsicht der Regierung Mittelfranken, den Finanzbehörden und wird von einer unabhängigen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft. 

5. Bleibt das in die Stiftung eingebrachte Kapital erhalten?

In jedem Fall! Der Erhalt des Kapitals ist das wesentliche Kriterium einer Stiftung. Werden Vermögenswerte auf eine gemeinnützige Stiftung übertragen, bleiben diese Werte ungeschmälert bewahrt. Es fallen weder Erbschafts- noch Schenkungssteuern an. Die Stiftungszwecke werden mit den jährlichen Erträgen erfüllt.

6. Welche steuerlichen Aspekte habe ich zu beachten?

Aufgrund des „Gesetzes zur weiteren Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements“ vom 10. Oktober 2007 können Stifter bis zu einer Million Euro steuerlich wirksam in das Vermögen einer Stiftung einbringen. Diese Regelung gilt unabhängig davon, ob die Stiftung neu gegründet wird oder seit längerer Zeit besteht. Die gestiftete Summe kann entweder komplett im Jahr der Zuwendung oder flexibel innerhalb von zehn Jahren in Abzug gebracht werden. Weiterhin kann man jährlich bis zu 20 Prozent des Gesamtbetrages seiner Einkünfte steuerlich wirksam in eine gemeinnützige Stiftung als Zustiftung einbringen. Wird geerbtes Vermögen innerhalb von 24 Monaten nach dem Erbfall an eine gemeinnützige übertragen, fällt keine Erbschaftssteuer für den gestifteten Betrag an. Sollte der Stifter bereits Erbschaftssteuer bezahlt haben, wird ihm diese rückerstattet.

7. Welche Art von Geldanlagen sind vorgesehen?

Entsprechend der strengen gesetzlichen Vorschriften werden die Gelder ausschließlich sicher und langfristig angelegt. Darüber hinaus beachtet die Stiftung Bayerisches Naturerbe bei der Anlage auch soziale und ökologische Aspekte.

8. Kann eine Stiftung meinen Namen tragen?

Im Rahmen einer Unterstiftung ist es möglich, eine Stiftung zu gründen, die den eigenen Namen trägt. Der Stifter kann dies ab einem Betrag von 50.000 Euro tun. Im Namen des Stifters kann auch der spezielle Stiftungszweck zum Ausdruck gebracht werden.

9. Wie unterscheidet sich eine Spende von einer Zustiftung?

Eine Spende muss vom Empfänger zeitnah für den entsprechenden Spendenzweck ausgegeben werden. Dagegen geht eine Zustiftung in den Grundstock des Stiftungskapitals ein und bleibt als Stiftungsgeld in Zukunft erhalten. Stiftungen setzen lediglich die erwirtschafteten Zinsen und Spenden für die konkrete Umsetzung der Stiftungsziele ein.

10. Was ist eine Stiftung?

Eine Stiftung ist ein auf Dauer angelegtes gesondertes Vermögen zur Verfolgung eines vorher festgelegten Zwecks. Das Vermögen muss in seinem Bestand erhalten bleiben. Es ist sicher und wirtschaftlich zu verwalten. Nur die Erträge dürfen für den Stiftungszweck verwendet werden. Von dem Stiftungsvermögen muss sich der Stifter zugunsten der Stiftung trennen. Dies ist sowohl zu Lebzeiten als auch erst mit dem Tod des Stifters möglich. Das Stiftungsvermögen kann dabei aus Geldvermögen im weitesten Sinne, Immobilien oder auch sonstigen geldwerten Anlagen  bestehen. Steuervorteile erhält der Stifter bei Zuwendung zu Lebzeiten, wenn die Stiftung, wie die Stiftung Bayerisches Naturerbe - gemeinnützig ist.  Der Stiftungszweck wird allein durch den Stifter festgelegt. Er kann einen eigenen Zweck formulieren oder sich den Zielen einer bestehenden Stiftung anschließen. Im Stiftungsgeschäft wird der Wille des Stifters in einer Urkunde eindeutig schriftlich festgelegt. Das Stiftungsgeschäft zu Lebzeiten ist ein Vertrag zwischen Stifter und Stiftung. Wenn die Stiftung erst mit dem Tod begründet oder das Stiftungsvermögen erst nach dem Tode übergeben werden soll, bedarf es hierzu einer zusätzlichen testamentarischen Verfügung. Die Achtung des Stifterwillens ist oberste Richtschnur für das Handeln der Stiftung. In der Stiftungssatzung werden die Regeln der Stiftung verbindlich formuliert und die Stiftungsorgane bestimmt. Diese Organe sind meist der Vorstand und ein Kuratorium. Die dafür berufenen Personen sind für die Umsetzung des Stifterwillens verantwortlich.   


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  Die Stiftung Bayerisches Naturerbe wird von einem ehrenamtlichen Vorstand geleitet und vertreten. Er ist für den sicheren Erhalt und die erfol >> Lesen Sie mehr...

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Dr. Rüdiger Dietel, Notar a.D., Hilpoltstein, Stiftungsvorsitzender
Gerhard Koller, LBV-Geschäftsführer, Stiftungsbeauftragter
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